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Nancy Martin

Beweggründe für meine Arbeit

Als junger Mensch habe ich längst nicht so viel an unsere Umwelt gedacht, wie ich es heute mache. Vielleicht auch, weil ich keine richtigen Vorbilder um mich herum hatte. Nach meiner Schulausbildung bin ich für ein Jahr nach Australien gegangen und musste erstmals so richtig auf eigenen Beinen stehen. Um mir mein nötiges Taschengeld zu verdienen, habe ich diverse Aushilfsjobs in der Landwirtschaft ausgeübt. Spargel bündeln mit älteren australischen Damen, Weinpflanzen pflegen und hegen, Orangen pflücken (sehr schmerzhaft, weil sehr stacheliges Geäst), Paprika ernten und vermeintliche Äste aus dem Weg räumen (in Wirklichkeit war es ein Blue-Tongued Lizards…ihr könnt den süßen Kerl ja mal googeln), eine Kuh namens Unique melken – und einzigartig war sie wirklich, frische Hühnereier auflesen und verkaufen etc. Mit viel Begeisterung hat es mich fortan immer wieder in die Natur gezogen. Ich glaube hier wurden die ersten Weichen für meine heutigen Interessen gelegt.

Während meines Studiums zur Ökotrophologie im Bachelor war ich fasziniert von der Anatomie des Menschen und Themen der Humanernährung. Als Wahlmodul belegte ich dann Umweltschutz. Hier bekam ich einen Blickwinkel, der mein weiteres Handeln bestärkte. Unser Essverhalten sollte nicht nur uns Menschen gesunderhalten, sondern gleichsam unsere Natur. Das ist in der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich. Mit Egoismus und dem Kapital hinterher eifernd wird an vielen Enden der Wertschöpfungskette gezogen. Natur und Tier spielen dabei eine Nebenrolle – wenn überhaupt. Diese Einstellung muss sich dringend ändern! Ich werde oft gefragt, ob es denn was bringe, wenn man als Einzelner seinen Fleischkonsum oder Wasserverbrauch oder, oder, oder überdenkt. JA! Definitiv! Unterm Strich sind es viele Einzelne die an einem Strang ziehen. So beginnt Veränderung.

 

Im Masterstudium „Food and Agribusiness“ konnte ich wieder neue Blickwinkel gewinnen. Hier vermehrt aus Sicht der Landwirtschaft und der globalen Ernährungswirtschaft. Während zwei Auslandsaufenthalten in Costa Rica, welche im Rahmen meines Studiums stattgefunden haben, konnte ich praktische Erfahrungen in der ökologischen Landwirtschaft erlangen. Unter tropischen Bedingungen haben wir Beete gepflegt, mit natürlichen Insektiziden, wie Apfelessigtinkturen rumexperimentiert, leckeres Bio-Gemüse geerntet und das Leben der Einheimischen kennengelernt. Hier konnte ich zum wiederholten Mal die Notwendigkeit einer Siesta nachvollziehen (in Australien lernte ich diese erstmals kennen). Absolut Lebensnotwendig! - bei hohen Temperaturen und extremer Luftfeuchte. Meine Pläne zur Selbstständigkeit habe ich dann erstmals in meiner Masterthesis konkretisiert. Das Ergebnis konnte sich zeigen lassen: Es besteht großes Interesse an Themen, wie Ernährung und Umweltschutz. Gerade Eltern mit Kleinkindern sind für solche Themen sehr offen. Da ich selbst Mutter bin, kenne ich auch einige Beweggründe. Man beginnt sein eigenes Verhalten zu überdenken. Wird selbstkritisch und sieht die Chance seinen Kindern etwas Besseres mit auf dem Weg zugeben. Generell möchte man einfach nur das Beste für seine Kinder. –Nur was ist das? Es gibt unzählig viele Wege. - Nicht diesen einen perfekten Weg. Es muss einfach zum individuellen Familienleben passen. Doch finde ich, lässt sich in jeden Alltag ein nachhaltigeres Handeln einbauen. Der vom Menschen beschleunigte Klimawandel sollte nur einer der Beweggründe sein. Leider fehlt häufig die Motivation zur Veränderung oder vielleicht auch die Einsicht….

 

Das ist ok. Aber mit etwas Offenheit neuem Gegenüber lässt sich, wie bereits erwähnt, unterm Strich eine Menge ändern. Ich finde es generell motivierend, wenn nicht nur der Fokus auf die eigene Gesundheit (mit der doch oft nachlässig umgegangen wird) sondern eben auch auf die Gesundheit der Umwelt gelegt wird. Vielleicht könnte das auch ein Anreiz für dich sein!?

Im März 2015 habe ich dann den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Seither arbeite ich mit Schulen, Hebammen und Frauenärzten zusammen und Koche und Backe mit Essliebhabern in der Volkshochschulküche. Ich leite Workshops in diversen Einrichtungen zu Gesundheitstagen, Empfange Schulklassen, Ferienkinder und Geburtstagskinder auf unserem kleinen Ziegenhof in Schackstedt und gestalte hier einen unvergesslichen Tag für Groß und Klein. Das Tolle ist: Es macht jedem Spaß….nicht zuletzt mir! Im Mittelpunkt steht dabei steht’s ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt. Ich kann’s nicht anders sagen: Aber ich liebe meinen Job!

 

Ziege

 
 
 

 
 
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Familie

Little Food
 

Nancy Martin

Msc. Food and Agribusiness

Tel: 0176-32757370
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Christoph Martin

Msc. Food and Agribusiness

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